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Homosexualität: Service, Hilfe und Lobbying für homosexuelle Menschen

International

  • ILGA - International Lesbian and Gay Association

Deutschland

  • Lesben- und Schwulenverband in Deutschland - größte Bürgerrechts-, Selbsthilfe- und Wohlfahrtsorganisation für Lesben und Schwule in Deutschland
  • Lambda - schwullesbischer Jugendverband Deutschlands
  • FRIENDS! e. V - Beratung rund um das Thema per Telefon, Mail, SMS und persönlich
  • BEFAH - Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen.
  • Maneo - schwules Überfalltelefon und Opferhilfe Berlin

Österreich

  • HOSI - Die Homosexuellen Initiativen Österreichs - Wien, Linz, Salzburg, Tirol, Vorarlberg
  • Rosalila PantherInnen Graz /Steiermark
  • identity queer - LesBiSchwule Gruppe an den Wiener Universitäten
  • Wiener Antidiskriminierungsstelle - Informationen der Stadt Wien für Lesben, Schwule und TransGenderpersonen
  • Rechtskomitee Lambda - Lobbygruppe zur Verbesserung der rechtlichen Situation
  • Courage-Beratung - PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatung (Wien)
  • HoMed - Homosexuelle im Gesundheitswesen
  • Rosa Lila Villa - Lesben- und Schwulenhaus Wien
  • Jugendgruppe aqueerium /Steiermark
  • Jugendprojekt Liebeist. /Steiermark

Schweiz

  • Pinkcross - Nationaler Dachverband der homosexuellen Männer in der Schweiz
  • LOS - Lesbenorganisation Schweiz
  • ediagonal - Nationaler Dachverband lesbischwuler Jugendorganisationen

Luxemburg

  • Rosa Letzebuerg
  • Cigale: Centre d'Information GAy et LEsbien

Beratungsstellen

Es gibt in sehr vielen Städten Rosa Telefone, um betroffene Menschen und Angehörige zu beraten. Die Beratung erfolgt anonym. Die meisten haben bundeseinheitlich die Nummer 19446. In einigen Städten gibt es auch so genannte Überfalltelefone für Opfer antihomosexueller Gewalt. Die meisten haben bundeseinheitlich die Nummer 19228.

Des Weiteren gibt es häufig Coming-out-Gruppen, auch speziell für Jugendliche. Eine große Bedeutung hat mittlerweile die Onlineberatung. Sie wird von verschiedenen Trägern angeboten.

Beratungsstellen, die entgegen der herrschenden Meinung an eine Veränderlichkeit der sexuellen Orientierung glauben, sind eher selten. Sie gehören meist der so genannten Ex-Gay-Bewegung an, die von christlichen Fundamentalisten in den Vereinigten Staaten als Teil eines "Kulturkampfs" gegen die "Ausbreitung der Homosexualität" gegründet wurde, inzwischen aber auch in Deutschland durch die Laienseelsorgeorganisation Wüstenstrom vertreten ist. Aufgrund ihres "Potentials, Schaden zuzufügen" (American Psychological Association) warnen viele größere psychologische und medizinische Fachverbände vor einer Teilnahme an solchen Programmen. Einige Teilnehmer berichten von Veränderung ihrer Sexualität, doch diese Äußerungen sind äußerst kritisch zu sehen. Jeremy Marks, 14 Jahre lang einer der Wortführer der christlichen Ex-Gay-Bewegung in Großbritannien, hat seine Ansichten über die "Heilbarkeit" von Homosexualität revidiert. Marks hat geäußert, dass er niemals in der Lage gewesen sei, seine sexuelle Orientierung oder die Orientierung anderer Menschen zu verändern. "Keiner der Menschen, die ich betreut habe, hat seine sexuelle Orientierung geändert, egal wie viel Mühe und Gebete er auch investiert hat". Der ehrliche Weg bringe einen größeren Nutzen. - Selbst der wohl bekannteste Vertreter der Veränderungstheorie in Deutschland, Markus Hoffmann, Leiter der Laienseelsorgeorganisation Wüstenstrom, räumt ein, dass er auch nach längeren und erheblichen Veränderungsbemühungen immer noch homoerotische Gefühle hat. - Günter Baum, der Vorgänger von Markus Hoffmann als Leiter bei Wüstenstrom, sagt heute: "In all den Jahren bei Wüstenstrom hat sich an meinen schwulen Gefühlen nichts geändert. Ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben". Die Therapien seien wie eine Haartönung: "Man kann sich so viel Blond ins Haar schmieren wie man will - die eigentliche Haarfarbe kommt immer wieder durch".

In wissenschaftlicher Hinsicht berufen sich viele dieser Gruppen auf folgende Studie: Robert L. Spitzer, "Can Some Gay Men and Lesbians Change Their Sexual Orientation? 200 Participants Reporting a Change from Homosexual to Heterosexual Orientation". Presentation at the American Psychiatric Association Annual Convention. New Orleans, May 9, 2001. Subsequently published in Archives of Sexual Behavior, 32(5), 403-417, October 2003.

Finanzielle Hilfe für Gruppen und Initiativen

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