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Homosexualität und Transsexuelle/Transgender

Homosexualität wird oft mit Transgender und Transsexualität in Verbindung gebracht; es handelt sich aber um zwei grundsätzlich verschiedene Phänomene: Bei der Homosexualität geht es um die erotische Anziehung des eignen Geschlechts, bei Transgender um das Empfinden der eigenen Geschlechtlichkeit. Diese Verwechslung hat mehrere Gründe:

  • Hirschfeld fasste Homosexuelle und Transsexuelle als ein Drittes Geschlecht zusammen; diese Idee vom Dritten Geschlecht hat sich, wenn nicht in der Wissenschaft, so doch sozial bis mindestens in die 1970er Jahre gehalten. Heute werden als queer beide Gruppen beziehungsweise alle Menschen, die gegen heteronormative Regeln verstoßen, verstanden.
  • Die lesbisch-schwule Subkultur war oft der einzige Ort, an dem Transgender in ihrem empfundenen Geschlecht sozial akzeptiert wurden.
  • Da sich ein großer Teil der Transgender zum anderen als dem für sich empfundenen Geschlecht hingezogen fühlt, führt dies oft zu Beziehungen mit Menschen gleichen anatomischen Geschlechts, die nach außen homosexuell wirken, von der Transgenderperson aber als heterosexuell empfunden werden.

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