Heteronormativität

Heteronormativität ist ein Konzept aus dem Bereich der Queer Studies und der Queer Theory . Der Begriff wurde zunächst nur als Kritik von Heterosexualität als Norm, und Homosexualität als (krankhafte, unnatürliche etc.) Abweichung benutzt; erst in dem Maße, wie die Queer Theorie sich auch der Gender-Problematik (siehe Transgender ) annahm, wurde er auch auf diese bezogen.

Binäres Geschlechtssystem

Heteronormativität beschreibt ein binäres ("zweiteiliges") Geschlechtssystem, in welchem lediglich genau zwei Geschlechter akzeptiert sind, und das Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichsetzt:

Heteronormatives Geschlechtermodell

  Geschlechtsmerkmale Geschlechtsidentität Verhalten Sexuelle Orientierung Elternschaft
Frauen weiblich weiblich weiblich begehrt männliche Partner Mutter
Männer männlich männlich männlich begehrt weibliche Partner Vater

Verhalten oder Gefühle, welche dieses System destabilisieren könnten, werden in vielen Fällen streng sanktioniert.

Außerdem beschreibt Heteronormativität das gesellschaftliche Ordnungssystem Heterosexualität . Diese Ordnung strukturiert nicht nur das Zusammenleben von Menschen, z. B. mit der Untergliederung in Kleinfamilie und der Definitionsmacht von monogamer Liebe und Begehren (Monogamie dabei nicht ausschließlich auf den Sexualakt bezogen), sondern strukturiert die gesamte Vorstellungswelt. (Beispielsweise in Form von binären Denkmodellen wie Mann/Frau , Kultur/Natur usw.)

Dieses System lässt keinen Raum für:

Integration

Begriffs-Kritik

Siehe auch

Weblinks

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