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Gruppensex in konservativen religiösen Weltanschauungen

Aus Sicht des Christentums stellt Gruppensex eine "besondere Verkehrung des Ideals der treuen und unauflöslichen Einehe" dar. Im Islam zeigt sich eine in vielen Staaten bereits rechtlich fixierte Tendenz zur Einehe. Selbst dort, wo die Vielehe noch praktiziert wird, ist Gruppensex verpönt und wird rechtlich sanktioniert.

In konservativer Perspektive wird eingewandt, dass Gruppensex der Sexualität als Ausdruck treuer und ausschließlicher Liebe widerspreche und den Sinn der Sprache des Leibes umkehre. Demnach werde die eigene Person sowie die des anderen nicht ernst genommen, sondern lediglich als Objekt der Bedürfnisbefriedigung verstanden. Dies laufe auf eine Instrumentalisierung der Person hinaus, die jedoch als "Zweck in sich selbst" (Kant) wahrgenommen und respektiert werden müsse, was nur der personalen Liebe möglich sei.

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