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Gräfenberg-Zone: Kritik

Die Existenz des orgasmusauslösenden G-Punktes ist in der Forschung umstritten. So kommt Terence M. Hines, Psychologe an der Pace University, in einem Artikel mit dem Titel "The G-Spot: a modern gynecological myth", das 2001 im "American Journal of Obstetics and Gynaecology" publiziert wurde, zu dem Ergebnis:

Eine andere Studie kam zu dem Ergebnis, der G-Punkt sei die "weibliche Prostata", was angesichts der Tatsache, dass die Stimulation der Prostata bei Männern zum Orgasmus führen können soll, möglicherweise das Herstellen von Analogien erlaubt. Dennoch ist der "G-Punkt" eher ein öffentlichkeitswirksames Randphänomen mit anekdotischem Charakter, das sich jedoch über die Populärmedien schnell verbreitet hat. Manche Forscher nehmen an, dass es sich bei dem als G-Punkt bezeichneten Areal um ektopes Klitoris-Gewebe handelt, eine Normvariante, die mit einer gewissen statistischen Wahrscheinlichkeit durchaus bei einem bestimmten Prozentsatz der Frauen zu finden sein mag. Die Auffassung jedoch, der G-Punkt sei eine anatomisch klar umschriebene und regelhafte Struktur wird von der seriösen Wissenschaft sehr kontrovers diskutiert. In die meisten Anatomie-Lehrbücher hat die Gräfenberg-Zone somit noch keinen Eingang gefunden.

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