Gonadales Geschlecht

Als gonadales Geschlecht wird die Zuordnung zum weiblichen oder männlichen Geschlecht anhand des Geschlechtsmerkmals "Keimdrüse" - Eierstock oder Hoden - bezeichnet.

Aufgrund der Hormonproduktion durch die Keimdrüsen wird das gonadale Geschlecht deshalb auch als hormonales / hormonelles oder endokrines Geschlecht bezeichnet.

Bestimmt wird das gonadale Geschlecht beim Menschen durch das chromosomale oder genetische Geschlecht sowie den Hoden-determinierenden Faktor auf dem kurzen Arm des Y-Chromosoms: Ist der Hoden-determinierende Faktor vorhanden, entwickelt sich aus den zunächst indifferenten Gonadenanlagen die Hoden , ansonsten die Eierstöcke.

Das gonadale Geschlecht führt in der ungestörten weiteren Embryonalentwicklung mit der Produktion der entsprechenden Sexualhormone zur Ausbildung eines männlichen oder weiblichen Phänotyps - dem genoduktalen Geschlecht, zu dessen Bestimmung die inneren Geschlechtsorgane herangezogen werden, bzw. dem genitalen Geschlecht, das anhand der äußeren Geschlechtsorgane definiert wird.

Siehe auch: Gonadenhormon - Geschlechtsdifferenzierung

Verwandte Themen

Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Gonadales Geschlecht" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gonadales+Geschlecht&action=history