Geschichte des CSD in der SchweizDieser Artikel behandelt die Geschichte des Christopher Street Day (CSD) oder der Gay Pride in der Schweiz. AnfängeDie allererste homosexuelle Manifestation der Schweiz fand 1975 in Basel statt, als Schwule mit einem Transparent am 1. Mai-Umzug mitmarschierten. Ein Teil der politischen Linken war über das Teilnahme von Homosexuellen sehr irritiert. Drei Jahre später gab es nach der Übergabe einer Petition für die Aufhebung der Schwulenregister ein Sit-in auf dem Zürcher Platzspitz, welches bereits als Christopher-Street-Liberation-Memorial Day bezeichnet wurde. Die erste offizielle Nationale Schwulendemo fand 1979 in Bern statt. Nach Basel (1980) und Lausanne (1981) kam die nationale Schwulendemo 1982 zum ersten Mal nach Zürich. Wegen der damaligen Jugendunruhen befürchtete die Stadt Krawalle und war mit einem massiven Aufgebot an Polististen präsent. Ausschreitungen gab es aber keine. Radikales AuftretenIm Unterschied zu heute traten die Schwulen damals mit radikalen, heute fast revolutionär wirkenden Parolen auf. Neben konkreten Forderungen wie der Aufhebung der Schwulenregister und der Abschaffung der Diskriminierung im Strafrecht forderten die Demonstranten auch ein Ende der Zwangsheterosexualität und definierten sich bewusst anti-bürgerlich . Einige wollten sogar gegen jedwelche Diskriminierung durch den Staat kämpfen. Im Gegensatz zu heute hatten die damaligen Demonstrationen fast ausschliesslich politischen Charakter; nach der Demonstration traf man sich also nicht zu einer Party, sondern eher zu einem politischen Diskussionsabend. AidsDas Aufkommen von Aids veränderte die Bewegung Mitte der Achtzigerjahre völlig. Viele der Initianten starben. Und so fand 1986 in Zürich die vorerst letzte Nationale Schwulendemo statt. Zwar gab es im Jahr darauf in Bern noch eine kleine Demonstration. Diese war aber mehr ein Protest gegen den Entzug einer Bewilligung der Stadtbehörden für ein Schwulencamp. Zum 20- und zum 25-jährigen Jubliläum der Ereignisse an der Christopher Street fanden in Zürich Demonstrationen mit kulturellem Rahmenprogramm statt. ZürichZürich als Quasi-Hauptstadt der Homosexuellen in der Schweiz führt seit 1994 jährlich einen CSD durch. Dieser Tag fand anfänglich Ende Juli, dann Ende Juni und seit 2004 Anfang Juni statt. Er ist unterdessen zu einem der grossen Festanlässe in Zürich geworden und wird auch von der Stadt offiziell ausgeflaggt. Nach den Reden auf dem Helvetiaplatz führt ein Zug von mehreren Tausend Personen durch die Innenstadt. Anschliessend findet auf dem Turbinenplatz ein grosses Fest mit Bühnendarbietungen und Marktständen statt. Legendär ist insbesondere die Ansprache von Bundespräsident Moritz Leuenberger, der 2001 verkündete: "Sehr geehrte Damen und Damen, sehr geehrte Herren und Herren" . Am CSD Zürich traten bisher nationale und internationale Stars wie Nella Martinetti, Claudia D'Addio, Maja Brunner, Baccara, Tina Charles, Alcazar, Samantha Fox und Bananarama auf. Im Jahre 2009 wird in Zürich die Europride ausgetragen. Am Christopher Street Day in Zürich wird auch jeweils der CSD-Stonewall-Award verliehen. WestschweizWeitere CSDsSiehe auchWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Geschichte des CSD in der Schweiz" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Geschichte+des+CSD+in+der+Schweiz&action=history
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