Gebärmutter

Die Gebärmutter - lat. Uterus , griech. ?????  - ist ein weibliches Geschlechtsorgan , in welchem die befruchteten Eizellen vor der Geburt zu einem Neugeborenen heranreifen. Alle weiblichen Säugetiere besitzen eine Gebärmutter. Für die Bezeichnung von Prozessen innerhalb der Gebärmutter verwendet man das Adjektiv intrauterin .

Entwicklung, Gebärmuttertypen

Die Gebärmutter entsteht entwicklungsgeschichtlich aus dem paarigen Müller-Gang , wobei linker und rechter bei den meisten Säugetieren teilweise miteinander verschmelzen.

Am weitesten erfolgt diese Verschmelzung beim Menschen und den Primaten. Bei ihnen entsteht ein einheitliches Hohlorgan (Uterus simplex ). Erfolgt diese Verschmelzung nicht komplett, kann die Gebärmutter eine mehr oder weniger ausgeprägte Scheidewand besitzen oder selten sogar doppelt vorliegen.

Bei den meisten anderen Säugetieren verschmilzt nur ein Teil der Müller-Gänge zu einem kompakten Uteruskörper (Corpus uteri ) und der vordere Abschnitt bleibt paarig (Uterushörner, Cornua uteri ). Diesen Typ nennt man Uterus bicornis ("zweihörnige Gebärmutter").

Bei Hasenartigen, vielen Nagetieren, Riesengleitern, Beuteltieren und Monotremata bleibt der gesamte Uterus paarig (Uterus duplex ).

Bei Vögeln wird als Uterus der Abschnitt des Legedarms bezeichnet, in dem die Kalkschale gebildet wird.

Die Gebärmutter ist präpubertär relativ klein, wird nach der Pubertät beim Menschen 5-10 cm groß und dehnt sich während der Schwangerschaft stark nach oben und zu den Seiten aus. Sie kann dann bis über den Bauchnabel reichen. Nach der Entbindung schrumpft sie wieder zusammen. Nach der Menopause wird sie nochmals kleiner.

Schichten

Die Gebärmutter ist, wie alle Hohlorgane, aus drei Schichten aufgebaut. Außen liegt das Perimetrium , ein glatter glänzender Überzug der Serosa. Den Hauptteil der Wand bildet ein Schicht aus glatter Muskulatur, das Myometrium. Die Innenauskleidung ist eine Schleimhaut, die als Endometrium bezeichnet wird. Die innere Höhle wird Cavum uteri genannt.

Die Gebärmutterschleimhaut wird im monatlichen Zyklus hormonell gesteuert auf- und abgebaut. Kommt es in diesem Zeitraum nicht zur Befruchtung , dann erfolgt bei Primaten die Monatsblutung (Menstruation). Nicht-Primaten zeigen ebenfalls zyklische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut im Verlauf des Sexualzyklus. Eine Menstruation gibt es bei ihnen allerdings nicht.

Bei einer Befruchtung und erfolgreichen Einnistung der befruchteten Eizelle (Zygote ) wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und stellt die Versorgung des heranwachsenden Embryos sicher. Nach der Geburt wird bei Primaten die Gebärmutterschleimhaut mit der Plazenta als Nachgeburt ausgestoßen.

Die Gebärmutter beim Menschen

Untersuchungsmethoden

Mögliche Krankheitsanzeichen oder Krankheiten

Siehe auch

Verwandte Themen

Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Gebärmutter" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Geb%E4rmutter&action=history