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Entwicklung, Gebärmuttertypen

Die Gebärmutter entsteht entwicklungsgeschichtlich aus dem paarigen Müller-Gang, wobei linker und rechter bei den meisten Säugetieren teilweise miteinander verschmelzen.

Am weitesten erfolgt diese Verschmelzung beim Menschen und den Primaten. Bei ihnen entsteht ein einheitliches Hohlorgan (Uterus simplex). Erfolgt diese Verschmelzung nicht komplett, kann die Gebärmutter eine mehr oder weniger ausgeprägte Scheidewand besitzen oder selten sogar doppelt vorliegen.

Bei den meisten anderen Säugetieren verschmilzt nur ein Teil der Müller-Gänge zu einem kompakten Uteruskörper (Corpus uteri) und der vordere Abschnitt bleibt paarig (Uterushörner, Cornua uteri). Diesen Typ nennt man Uterus bicornis ("zweihörnige Gebärmutter").

Bei Hasenartigen, vielen Nagetieren, Riesengleitern, Beuteltieren und Monotremata bleibt der gesamte Uterus paarig (Uterus duplex).

Bei Vögeln wird als Uterus der Abschnitt des Legedarms bezeichnet, in dem die Kalkschale gebildet wird.

Die Gebärmutter ist präpubertär relativ klein, wird nach der Pubertät beim Menschen 5-10 cm groß und dehnt sich während der Schwangerschaft stark nach oben und zu den Seiten aus. Sie kann dann bis über den Bauchnabel reichen. Nach der Entbindung schrumpft sie wieder zusammen. Nach der Menopause wird sie nochmals kleiner.

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