Frigga Haug

Frigga Haug (* 28. November 1937 in Mülheim an der Ruhr) ist eine marxistisch-feministische Soziologin und Philosophin.

Frigga Haug ist mit dem Philosophen Wolfgang Fritz Haug verheiratet.

Sie ist Begründerin der Methode Kollektive Erinnerungsarbeit . Sie war bis 2001 Professorin für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Außerdem ist sie Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift "Das Argument ", Redakteurin des "Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus " und des "Forums Kritische Psychologie ". 1979 gründete sie zusammen mit Wolfgang Fritz Haug die Berliner Volks-Uni.

Die Forschungsschwerpunkte Haugs liegen in den Themen der weiblichen Vergesellschaftung und Frauenpolitik , Arbeit und Automation, Lernen und sozialwissenschaftlichen Methoden. Sie entwickelte in den 1970er Jahren im Kreise marxistisch-feministischer Arbeitsgruppen die Methode der Kollektiven Erinnerungsarbeit. Neben Arbeiten zu Marxismus und Feminismus sowie zur Ideologietheorie und Kritischen Psychologie veröffentlichte sie seit den 1980er Jahren Publikationen zur Erinnerungsarbeit.

1995 erschien ihr Kriminalroman "Jedem nach seiner Leistung ". Während des Gründungsparteitag der Partei "Die Linke" erklärte Frigga Haug ihren Eintritt die neugegründete Partei.

Publikationen

  • Kritik der Rollentheorie und ihrer Anwendung in der bürgerlichen deutschen Soziologie Frankfurt Main/1973: Fischer ISBN 3-436-01630-6
  • Erziehung und gesellschaftliche Produktion. Kritik des Rollenspiels Frankfurt/Main-New York 1977: Campus ISBN 3-593-32532-2
  • Subjekt Frau . Kritische Psychologie der Frauen. Berlin 1985: Argument. Bd. 1. (Hg. gemeinsam mit Kornelia Hauser) ISBN 3-88619-117-6
  • Der Widerspenstigen Lähmung. Berlin 1986: Argument (Hg. gemeinsam mit Kornelia Hauser)
  • Sexualisierung der Körper. Hamburg 1988: Argument Argument. Sonderband AS 90. (Hg.) ISBN 3-88619-090-0
  • Frauen - Opfer oder Täter? Hamburg 1988: Argument. Sonderheft 46
  • Hat die Leistung ein Geschlecht? Hamburg 1993: Argument (Hg. gemeinsam mit Eva Wollmann) ISBN 3-88619-219-9
  • Vorlesung zur Einführung in die Erinnerungsarbeit. Hamburg 1999: Argument ISBN 3-88619-321-7
  • Erinnerungsarbeit. Hamburg 2001: Argument ISBN 3-88619-383-7
  • Politik ums Kopftuch. Hamburg 2005: Argument (Hg. gemeinsam mit Katrin Reimer)
  • Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik. Hamburg 2007: Argument ISBN 978-3-88619-350-9

Weblinks

Siehe auch

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