Ekstase

Die Ekstase bezeichnet eine Zustandsveränderung des Bewusstseins zu gleichermaßen höchster Hingabe und höchstem Aufnahmevermögen. Damit verbunden ist ein Aus-sich-Heraustreten, währenddem eigene Empfindungen über die Realität gestellt werden.

Allgemein

Ekstatische Erfahrungen sind durch die gesamte Geschichte und Kultur der Menschheit sowohl als individuelle wie auch kollektive Erscheinungen verbreitet. Ekstatische Erfahrungen werden gesucht. Neben häufigen Formen religiöser Ekstase gab es auch philosophische Ekstatiker. Heute wird Ekstase häufig auf direktem "synthetischen" Wege gesucht, d. h. ohne Vermittlung etwa durch religiöse Zeremonien oder meditative Praktiken (die ihrerseits freilich immer mit Musik- bzw. Drogenkonsum verbunden sein konnten), sondern durch Musik- und Rauschmittelkonsum allein. Zwei unterschiedliche Wege können zum gleichen Ziel führen. Beide sind als Wege der Mystik in der Geschichte gleichermaßen gegangen worden, gewissermaßen komplementär. In der Gegenwart zeichnet sich eine Reduzierung auf einen Weg ab.

Ekstase durch Minderung

Alle Erfahrungen natürlicher Einschränkung erscheinen dem Ekstatiker auf diesem Weg förderlich:

  • Askese,
  • Isolation, Reizdeprivation (z. B. mittels Isolationstank)
  • Schmerz,
  • Krankheit,
  • Fasten,
  • Gebet,
  • Meditation,
  • Auch von Ohnmachtszuständen (z. B. auch Nahtoderlebnissen) werden ekstatische Erlebnisse berichtet.

Ekstatiker begreifen dieses als Voraussetzung, aus dem eigenen Selbst herauszutreten, leer zu werden, damit der Träger der ekstatischen Erfahrung (ein Dämon, Jesus, Gott) stattdessen Platz nehmen und Besitz von dem Individuum ergreifen kann. Sie erfahren dieses als Befreiung von Dämonen, Krankheiten und Belastungen.

So gelten östlich-buddhistische Ekstaseerfahrungen als minimalistisch bewirkte Erfahrungen.

Ekstase durch Steigerung

Ebenso vermögen zahlreiche sensorische Reize identische ekstatische Erfahrungen auszulösen. Dazu zählen:

  • Musik,
  • Tanz, z. B. drehender Derwisch (Tanz)
  • Trommeln,
  • Gesänge,
  • Lichteffekte (z. B. mittels Mindmachine)
  • berauschende Getränke.
  • Hyperventilation
  • Sexualtechniken (z. B. Tantra)
  • Drogengenuss von natürlichen wie auch synthetischen Rauschmitteln (z. B. MDMA auch als Ecstasy bekannt oder Opiate).

Ziel: Der ekstatische Höhepunkt

Um das Ziel der Ekstase zu erlangen, wurden verschiedene abstufende Systeme erarbeitet. Es gibt eine höchste Stufe der Ekstase. Diese sieht man im östlich-asiatischen Bereich im tiefsten Nichts, dem Nirvana (siehe Yoga); im mehr westlichen Bereich ganz im Gegensatz dazu im höchsten Genuss (der Vergottung). Erotisch-orgastische Erfahrungen stimmen mit ekstatischen Erfahrungen überein.

Die Erfahrung der Ekstase reicht von Momenten tiefster Verzweiflung bis zu überschäumender Lebensfreude. So werden - wie Ekstatiker berichteten - symbolhaft Erlebnisse von Tod oder Geburt nacherlebt.

Überblick

Ekstase - Symbol oder Wirklichkeit?

Ekstase in der Psychologie

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Verwandte Themen

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