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Zurück zum Haupttext "Ekstase" Ekstase in der PsychologieAußer in der transpersonalen Psychologie haftet dem Erleben der Ekstase eher ein Makel der Bewertung als Kontroll- und damit Realitätsverlust an. In der traditionellen Psychologie wird nur unzureichend zwischen krankhaften Veränderungen und spirituellen Erfahrungen differenziert. Die Ekstase entsteht bei übermäßig starkem Affekt in religiöser Entzückung, Tanzexzessen und als Zustand höchster Beglückung bei Angst-Glücks-Psychosen (nach Karl Leonhard). Die Bewusstseinslage trägt in diesem Zustand den Stempel des Traumhaften, es können Offenbarungen erlebt werden. Ähnliche Bilder sind auch bei Haftpsychosen und bei hysterischen Ausnahmezuständen möglich, hier aber mit deutlichen psychogenen Halluzinationen. In desorientiertem Dämmerzustand bei Epileptikern sieht man gelegentlich ekstatische Entrückungen, unter Umständen mit kriminellen Handlungen. Die Kranken sehen den Himmel offen, verkehren mit Abwesenden, hören sphärische Musik, empfinden die wunderbarsten Gerüche und Geschmäcke und ein nicht zu beschreibendes sexuell gefärbtes Entzücken, das den ganzen Körper durchzieht. In unerträglichen, psychisch belastenden Situationen kann man bei Schizophrenen geradezu eine Flucht in den Dämmerzustand sehen. Es wird eine andere Welt mit direkter Wunscherfüllung herbeiphantasiert. Auch hierbei ist ein ekstatischer Charakter der abnormen Wahrnehmung und Beobachtung möglich. Ähnliche Themen:
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