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Eileiter: Funktion

Ist der Follikel zum Graafschen Follikel herangereift, weisen die Fimbrien rhythmische Bewegungen auf, während sich gleichzeitig das Ovar mittels der in seinem Bandapparat befindlichen glatten Muskelfasern auf und ab bewegt und dreht, bis die Fimbria ovarica durch chemotaktische Einflüsse über den reifen Follikel zu liegen kommt. Der Transport der Eizelle nach ihrer Ausstoßung aus dem Graafschen Follikel erfolgt einerseits durch Muskelkontraktionen der Tube, die einen Sog erzeugen und einen durch Kinozilien bewirkten Flüssigkeitsstrom Richtung Eileiter.

Der Transport der Oozyte durch die Tube in die Gebärmutter benötigt 3 bis maximal 5 Tage. Da die menschliche Eizelle allerdings nur 6-12 Stunden befruchtungsfähig bleibt, heißt das aber auch, dass diese schon in der Ampulle von einer Samenzelle befruchtet werden muss. Um die Empfängniswahrscheinlichkeit zu erhöhen, werden der Transport der Samenzellen Richtung Ampulle vom Eileiter mittels muskulärer Kontraktionen ebenfalls unterstützt.

Hier zum weiteren Verständnis ein kurzer Einblick in jene Vorgänge, die sich im Inneren des Eileiters abspielen: Zum Zeitpunkt der Ovulation hat die Eizelle die erste Reifeteilung gerade abgeschlossen und beginnt die 2. Reifeteilung. In der Tube lösen sich nun jene Cumuluszellen, die mit der Oozyte gemeinsam aus dem Follikel ausgestoßen wurden. Aus der befruchteten Eizelle, der Zygote, entsteht während des Transports durch den Eileiter durch Furchungsteilungen ein mehrzelliges Gebilde. Die Gebärmutterhöhle wird meist im 12- bis 16-Zellen-Stadium erreicht - wobei das 16-Zellen-Stadium der Zygote nebenbei aufgrund seiner maulbeerförmigen Gestalt als Morula bezeichnet wird.

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