Ehe und Partnerschaft in der Heian-Zeit

Unauffindbares Lemma, sollte in Heian-Zeit als Unterkapitel eingebaut werden. 15:50, 15. Okt. 2007 (CEST)


In der Heian-Zeit galten eine Frau und ein Mann in der höfischen Gesellschaft von Heian-ky? (Ky?to) nur dann als Ehepaar, wenn sie

  • über einen längeren Zeitraum eine körperliche Beziehung zueinander hatten
  • sich ihrer familiären Pflichten bewusst waren
  • eine Beziehung führten, die von der Gesellschaft anerkannt wurde
  • Nachwuchs zeugten
Sobald einer dieser Punkte nicht zutraf, konnte man nicht mehr von einem ehelichen Verhältnis sprechen.

Verschiedene Ehemodelle

Der Wohnsitz spielte damals eine sehr wichtige Rolle , über ihn definiert man folgende Ehemodelle:

  • die virilokale Ehe : Die Frau zog in die Nähe oder direkt in das Elternhaus ihres Partners.
  • die uxorilokale Ehe : Der Mann zog in das Elternhaus seiner Partnerin.
  • die neolokale Ehe : Das Ehepaar bezog einen völlig neuen Wohnsitz.
  • die duolokale Ehe : Die beiden Partner lebten voneinander getrennt, der Mann besuchte seine Frau gelegentlich, deshalb spricht man auch von einer Besuchsehe .
In der Heian-Periode gab es vor allem uxorilokale, neolokale und duolokale Ehen, virilokale kamen kaum vor.

Bei der neolokalen Ehe kam es darauf an, ob der Wohnsitz von der Familie der Frau oder der des Mannes finanziert wurde. Damals wurde dies normalerweise von der Familie der Frau getan. Deshalb war es Frauen aus ärmeren Verhältnissen nicht möglich, einen Mann aus aristokratischen Kreisen zu heiraten. Der Mann musste nämlich nur dann finanzielle Unterstützung leisten, wenn sich sein sozialer oder wirtschaftlicher Status von dem seiner Partnerin drastisch unterschied oder die Frau keine Hilfe aus der Familie in Anspruch nehmen konnte, z.B. weil ihre Eltern gestorben waren. Oder aber auch wenn der neue Wohnsitz in einer neolokalen Ehe z.B. durch Feuer zerstört wurde, was in Ky?to sehr häufig vorkam. Dann war es die Aufgabe des Mannes, ein neues Haus zur Verfügung zu stellen. Erst im 12. Jahrhundert, als uxorilokale Ehen immer weniger verbreitet waren, übernahm der Mann mehr finanzielle Verpflichtungen. Neolokale Ehen waren jungen Paaren nur sehr selten gestattet, da diese einfach noch nicht in der Lage waren, einen eigenständigen Haushalt zu führen. Die neolokale Ehe kommt häufig in der Literatur jener Zeit vor, wie z.B. im Genji monogatari , da sie mit besonders romantischen Vorstellungen verbunden war.

Polygamie

Familie

Nachwuchs

Haus und Besitz

Scheidung

Quelle

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