Druuna

Druuna ist eine bekannte Heldin in Erotik-, Science Fiction und Fantasy-Comicbüchern, die von Paolo Eleuteri Serpieri geschaffen wurde. Sie taucht oft in den Magazinen Metal Hurlant und Schwermetall auf und ist meistens die Protagonistin in Serpieris Arbeiten, z. B. in den acht Bänden der Serie Morbus Gravis (lat.: schwere Krankheit ) zwischen 1985 und 2003.

Serpieri hat Druuna als langhaarige, üppige Schönheit mit sonnengebräunter Haut von anscheinend mediterraner Abstammung erschaffen. Der Meister selbst hat in einem Interview behauptet, er habe in Italien eine Frau kennengelernt, deren Äußeres ihn zur Erschaffung der Kunstfigur inspiriert habe. Häufig befindet sie sich in der Rolle des mehr oder weniger willigen Sexobjektes, das sich nahezu jeder sexuellen Spielart mit wenigen oder keinen Beschwerden außer einem gelegentlichen, traurigen Schmollen, hingibt. Oder sie flieht vor bizarren Monstern, welche sich dann auf ihre Peiniger stürzen und diese töten. Ihre Kleidung fällt oft sehr sparsam aus und die meisten ihrer Abenteuer drehen sich um eine postapokalyptische Endzeit. Dabei wird die Handlung oft dazu genutzt, um facettenreiche Szenen der Erotik und Pornografie zu arrangieren, welche häufig im Kontrast zu den Darstellungen von Gewalt stehen.

Mit dem Titel Obsession veröffentlichte Serpieri neben der Morbus-Gravis-Reihe ein Hardcover-Skizzenbuch, welches die Geschichte von Druuna zeigt und schließlich auch ein Selbstbildnis des Künstlers mit "seiner" Druuna beinhaltet.

Erschienene Bände

  • Morbus gravis (1985)
  • Druuna (1987)
  • Creatura (1990)
  • Carnivora (1992)
  • Mandragora (1995)
  • Aphrodisia (1997)
  • The Forgotten Planet (2000)
  • Clone (2003)

Literatur

  • Ralf Georg Czapla: Morbus Gravis (Druuna) In: Lexikon der Comics. Werke, Personen, Themen, Aspekte. Loseblattausgabe. Begründet von Heiko Langhans, fortgeführt von Marcus Czerwionka. Meitingen: Corian Verlag. 33. Ergänzungslieferung/März 2000.
  • Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, Telos Verlag, Münster 2002, ISBN 393306001X

Weblinks