Drittes GeschlechtIm späten 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Bezeichnung Drittes Geschlecht geläufig für Menschen, die von heteronormativen Regeln abwichen. Darunter wurden also jene Menschen gefasst, welche heute als Schwule und Lesben, Transgender und/oder Intersexuelle bezeichnet werden. Insbesondere Magnus Hirschfeld und seine "Zwischenstufentheorie" trug vor dem 2. Weltkrieg zur Verbreitung dieses Konzepts bei. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff von Sexualforschern nicht länger angewandt; dies verstärkte sich zuerst durch die jeweiligen Emanzipationsbewegungen in den 1970er Jahren, und dann auch durch die assimilationistischen Tendenzen, die zum Begriff Straight acting führten. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde diese Bezeichnung von den Anhängern der Queer Theory wiederentdeckt. Die queere Identität wird heute von ihnen analog zu einem "Dritten Geschlecht" betrachtet, und nicht primär als lesbisch , schwul, transgender oder intersexuell. Damit nicht verwechselt werden sollte die Bewegung einiger intersexueller Menschen, welche sich - und nur sich - als ein "Drittes Geschlecht" betrachten (vergleiche Hermaphrodit). So gibt es in einigen Gesellschaften wie selbstverständlich noch ein weiteres Geschlecht, neben Mann und Frau . Zu nennen wären da unter anderem die Hijras in Indien, die Berdachen bei Indianerstämmen Amerikas und die Muxe's und Marimachas in der mexikanischen Stadt Juchitán. Weblinks
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