Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze ist ein hormonelles Verhütungsmittel mit dem Gestagen Medroxyprogesteronacetat als Alternative zur Antibabypille , das wie diese den Eisprung verhindert. Sie wird alle drei Monate zwischen dem ersten und fünften Zyklustag als Depot in den Gesäß- oder Oberarmmuskel der Frau injiziert. Die Spritze ist ein Langzeitkontrazeptivum. Eine Injektion kostet rund 30 Euro. Die Dreimonatsspritzen werden bislang in Deutschland von zwei Herstellern angeboten. Sie wird erst ab 21 Jahren empfohlen, da der Körper sich vorher noch stark verändert.

Wirkung

Um einen Eisprung auszulösen und die Einnistung des befruchteten Eies zu ermöglichen, müssen während eines Menstruationszyklus bestimmte Mengen verschiedener Hormone zu ganz bestimmten Zeiten gebildet werden. Durch hormonelle Verhütungsmittel wie die Dreimonatsspritze wird dieser Hormonzyklus gestört. Gestagen verändert im Gehirn der Frau die Befehle für die Hormonproduktion und dadurch den Eireifungs-Zyklus. Deshalb reift keine Eizelle heran und der Eisprung bleibt aus.

Die Dreimonatsspritze enthält Gestagen, das für 3 Monate im Körper als "Depot" wirkt. Die Hormone gelangen langsam ins Blut und werden so in die Gebärmutter und zu den Eierstöcken transportiert. Der Eisprung wird 4 - 8 Wochen lang verhindert. Danach wird eine Schwangerschaft durch einen Schleimpfropf im Gebärmutterhals und den hohen Gestagenspiegel relativ sicher verhütet. Außerdem verändert das Hormon die Struktur der Gebärmutterschleimhaut . Somit bleibt der Schutz vor einer Schwangerschaft noch mal gut vier Wochen erhalten.

Sicherheit

Der Pearl-Index , der die Zuverlässigkeit empfängnisverhütender Methoden angibt, beträgt 0 bis 1. Das heißt, dass von 100 Frauen, die diese Methode über ein Jahr hinweg anwenden (1.200 Anwendungszyklen), höchstens eine schwanger wird. Somit gilt die Dreimonatsspritze als relativ sichere Verhütungsmethode .

Vorteile

Nachteile

Nebenwirkungen

Indikationen und Kontraindikationen

Weblinks

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