Doktorspiel

Mit Doktorspiele werden Spiele zwischen Kindern bezeichnet, die die gegenseitige Erkundung ihrer Körper und insbesondere ihrer Genitalien zum Inhalt haben. Diese Spiele haben oft eine Arzt-Patient-Situation zum Inhalt. Unter Erwachsenen finden sich diese Doktorspiele auch oft im BDSM-Kontext wieder.

Die Motivation des Doktorspiels kann sowohl Neugier, die ansonsten unsichtbaren und damit unbekannten Körperteile kennen zu lernen, als auch die Befriedigung frühkindlicher sexueller Bedürfnisse sein.

Wenn jemand die Neugier des Kindes ausnutzt, um es dazu zu bringen, sexuelle Handlungen an sich oder anderen vorzunehmen oder diese an sich vornehmen zu lassen, bei diesen zuzuschauen oder Schilderungen derselben zu folgen, handelt es sich um sexuellen Missbrauch von Kindern.

In den USA sind Fälle von strafrechtlich verfolgten Doktorspielen unter Kindern belegt.

Siehe auch

Literatur

  • Barbara Burian-Langegger (Hrg.): "Doktorspiele , die Sexualität des Kindes", Wien: Picus, 2005, ISBN 3-85452-495-1

Mit Beiträgen von: Barbara Burian-Langegger, Christel Fritsche, Paulus Hochgatterer, Sabine Götz, Karin J. Lebersorger, Marie Luise Kronberger, Lizzi Mirecki, Emmy Pilny, Avi Rybnicki, Ulrike Schmauch, Holger Eich, Gunter Schmidt , Bettina Schuhrke, Alicja Smolen, Yael Tamir, Gabriela Wesenauer und Lisa Wustinger.

  • Ford, Clellan S./ Beach, Frank A.: Formen der Sexualität . Das Sexualverhalten bei Mensch und Tier, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1969 (Schilderung des sexuellen Verhaltens von Kindern bei mehr als 200 Kulturen/Naturvölkern, S. 202 ff.)

Weblinks