Die Geschichte der Laura M

Die Geschichte der Laura M ist ein Film des französischen Fotografen David Hamilton.

Inhalt

Der pubertierende Teenager Laura sieht beim Ballett den älteren Bildhauer Paul Thomas Wyler und verliebt sich in ihn. Sie weiß nicht, dass ihre Mutter früher einmal dessen Geliebte und Model war. Nach anfänglichem Sträuben erlaubt diese, dass er eine Skulptur Lauras anfertigt, jedoch nur nach Bildern, die sie von ihrer nackten Tochter gemacht hat. Als Paul nach einem Unfall sein Augenlicht verliert und die Skulptur noch nicht fertig ist, steht Laura persönlich Modell und Paul kann sich zum Endergebnis ertasten.

Bemerkungen

Nach dem großen Erfolg, den der bekannte Fotograf David Hamilton mit seinem ersten Film Bilitis hatte, folgte mit Die Geschichte der Laura M sein zweiter Film. Wie bei fast allen seiner Filme merkt man sofort, dass Hamilton in erster Linie ein Fotograf ist. Die Bilder sind zwar wunderbar durchkomponiert, jedoch fehlt dem Film nicht nur eine echte Handlung sondern auch die Seele. Alles dient nur als Gerüst für seine unbestritten schönen Bilder. Wie schon bei seinen Fotografien gelingt es ihm hier einmal mehr, junge Mädchen in Situationen zu bringen, in denen sie zwar nackt aber nicht anstößig gezeigt werden, was sicher auch am Weichzeichner liegt, den er wie bei seinen Fotografien auch im Film benutzt. Der Film zeigt unschuldige Erotik , begibt sich aber nie auf ein niederes oder gar anstößiges Niveau. Letztlich ist Die Geschichte der Laura M nur ein weiterer Baustein in Hamiltons Legende als Herr der Nymphchen .

Wie auch in Bilitis steht auch hier mit dem Bildhauer Paul ein Künstler als männlicher Held im Mittelpunkt. Es ist wahrscheinlich, dass Hamilton sich selber in diese Figuren projizierte.

Am Anfang verwendete Hamilton eines seiner liebsten Motive, das er auch schon in diversen Fotografien und seinem letzten Bildband La Danse ausführlich zeigte: Das Ballett.

Kritiken

  • "(...) softporniertes Produkt von Kuschelweichzeichner Hamilton mit viel Mädchenhaut und -haar. " (Wertung: 1 Stern = schwach) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon "Filme im Fernsehen" (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 296
  • "Die schwülstige Story wird in honigsüßen Bildfolgen erzählt, die den Zusammenhang von Kunst und Eros verdeutlichen sollen. Dennoch bleibt der Film wenig überzeugend und langweilig." - "Lexikon des internationalen Films" (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
  • Verwandte Themen

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