Devot (Film)

Devot ist ein deutscher Psychothriller aus dem Jahr 2003 von Regisseur Igor Zaritzki.

Handlung

Nachdem Henry (Simon Böer) in einer regnerischen Nacht die junge Prostituierte Anna (Annett Renneberg) auf einer Brücke bei einem Selbstmordversuch entdeckt nimmt er sie mit zu sich nach Hause. Als sie ihn bestehlen und fliehen will setzt er sie gefangen und fesselt sie auf einem Stuhl. Er deponiert Drogen in ihrer Handtasche und droht ihr die Polizei anzurufen, wenn wenn sie ihm keine spannende Geschichte erzählt.

Schnell kommen ihm Zweifel an Anjas Identität. Welches dunkle Geheimnis trägt sie mit sich herum? Im Verlauf der Nacht geraten beide in das Spiel der Obsessionen einer BDSM-Session und der Auseinandersetzung mit ihren Masken. Die Atmosphäre und die Diskussion zwischen den beiden tragen den Film. Die Spannung zwischen den beiden Akteuren steigert sich ständig, bis das klassische Kammerspiel schließlich explodiert.

Zum Film

Bis auf eine kleine Nebenrolle gespielt von Tomek Piotrowski spielt sich der Film nur zwischen Anja und Henry ab. Hauptschauplatz des Films ist eine aufwendig ausgestattete Fabriketage: Hohe Räume, dunkle, geheimnisvolle Ebenen, ein glitzerndes Wasserbecken, gesäumt von mannshohen Stahlskulpturen. Der Film wurde in überwiegend in einem alten Fabrikgebäude in Halle an der Saale und in Leipzig auf 35 mm gedreht, am Avid geschnitten und mit einer Dolby SR-Kino-Mischung versehen. Er wurde 2003 im Rahmen der Panorama-Reihe der 53. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt.

Der Tagesspiegel bezeichnete ihn als "9 1/2 Wochen für Anspruchsvolle". Das Thema BDSM wird in den Film zum Rahmen einer psychischen Erkundung zweier Charaktere: Sie devot, er dominant. Der Gesang des Titelsongs stammt von Franziska Melzer. Der Film war ein Achtungserfolg und regte vor allem in der BDSM-Szene die Gemüter an. Annett Renneberg lies sich für den Streifen ihre Haare abschneiden und blondieren.

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