Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft ist ein Arbeitsbereich der ökumenisch-evangelikalen Kommunität Offensive Junger Christen e.V. (OJC). Es vertritt unter anderem die Ansicht, dass Homosexualität eine Sünde sei und therapiert werden solle. Es orientiert sich dabei an den Standpunkten der Ex-Gay-Bewegung . Diese Auffassung wird mit der unbedingten Autorität der Bibel in evangelikaler Auslegung begründet. Der Arbeitsbereich bezeichnet sich selbst als Studien- und Forschungseinrichtung.

Geschichte

Das Institut wurde 1969 gegründet. In den 1970er Jahren war die Auseinandersetzung mit sogenannte Sekten einer der Arbeitsschwerpunkte. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Publikationen sowie eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit erstellt.

Im Jahr 1978 wurde in Zusammenarbeit mit dem Wiener Physiker und Zukunftsforscher Hans Millendorfer die Studica gegründet, in deren Rahmen sich für etwa fünf Jahre zweimal jährlich 25 Wissenschaftler und Studenten verschiedenster Fachrichtungen zu einer jeweils vierzehntägigen Lern-, Forschungs- und Lebensgemeinschaft trafen. Später wurden, vor allem in Zusammenheit mit dem dänischen Bonhoeffer-Forscher Joergen Glenthoej, Forschungen über Totalitarismus und deutsche Zeitgeschichte betrieben.

In den 1980er Jahren entwickelten sich die Lebensbedingungen der Menschen im südlichen Afrika zu einem Arbeitsschwerpunkt. In Zusammenhang damit wurden in Zusammenarbeit mit der OJC Landwirtschaftsprojekte für schwarze Jugendliche und Frauen unterstützt. Seit 1979 trat der Umgang mit dem Thema Homosexualität in der Arbeit stärker in den Vordergrund. In neuerer Zeit richtet sich das Augenmerk des Institutes vor allem auf die Stärkung der traditionellen Familie, und die Auseinandersetzung mit dem sowie die Aufklärung über das Gender Mainstreaming.

Ziele und Aktivitäten

Erklärte Ziele sind die Beschäftigung mit und die Information über zukunftsfähige Lebensgrundlagen sowie nachhaltige Entwicklungsarbeit. Die Förderung der Versöhnung zwischen den Geschlechtern und Generationen betrachtet das Institut als seine dringenste gegenwäretige Aufgabe. Ziel der apologetischen Arbeit ist die öffentliche Verbreitung der evangelikal-christlichen Anschauung in diesen Fragen. Während auch die Themen Menschenrechte und Diakonat zu den Arbeitsgebieten des Instituts gehört haben, richtet sich seine Tätigkeit heute vermehrt auf Fragen der sexuellen Identität. Das Institut geht davon aus, dass praktizierte Homosexualität risikobehaftet und von Gott unerwünscht sei. Aus diesem Grund bietet es Homosexuellen sogenannte Beratungen über Behandlungsmöglichkeiten an. Dies wird von vielen Seiten scharf kritisiert (→Kritik).

Der Verein sieht die von ihm vertretenen Werte als Basis für die freiheitliche und säkulare Grundlage des Staates und kritisiert diesbezüglich einen mangelnden Freiraum, in dem es ungehindert diese Werte kommunizieren kann.

Das Institut hat das Bündnis für Ehe und Familie initiiert, an dem sich neben evangelikalen Organisationen wie CVJM, IDEA, die konservativ-katholische Schönstatt-Bewegung, Christdemokraten für das Leben Gruppen wie der deutsche Familienverband, Jako-o (Kinderbekleidungs-Versandhaus ) und der deusche Elternverein beteiligen. Ein neuer Zweig des Deutschen Institutes für Jugend und Gesellschaft ist das Jan-Amos-Comenius-Colleg . Es stellt ein 'Lehrhaus' dar, welches im englischen College-Stil einer Lebensgemeinschaft von Lehrenden und Lernenden bildet.

Rechtsform

Beirat

Kooperationen

Kritik

Publizistische Tätigkeit

Weblinks

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