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Deutscher Bund für Mutterschutz und Sexualreform: Bündnispartner

Der Mutterschutzbund beteiligte sich am Weimarer Kartell, zu dem mehrere freidenkerische und freigeistige Organisationen zusammenfanden. Vereinbart wurde das Weimarer Kartell 1907 in Weimar und wurde schließlich auf der Weimarer Konferenz am 15./16. Dezember 1907 beschlossen. Hierzu wurde ein Fünferausschuss eingesetzt, der die eigentliche Gründung vorbereiten sollte. Die offizielle Gründung fand am 8. und 9. Juni 1909 in Magdeburg statt. Beim Monistenkongress 1911 in Hamburg wurde das Weimarer Kartell neu konstituiert, die Geschäftsstelle von Berlin nach Frankfurt/Main verlegt und der Frankfurter Industrielle, Dichter und Förderer freigeistiger Aktivitäten Arthur Pfungst zum Vorsitzenden gewählt, der neben Ernst Haeckel den Zusammenschluss bereits im Vorfeld stark gefördert hatte. Helene Stöcker, die ebenfalls beim Monistenkongress teilnahm, enge Kontakt zum Deutschen Monistenbund hielt und regelmäßig in monistischen Zeitschriften schrieb, begründete die Teilnahme am Weimarer Kartell 1912 im Vereinsorgan des Mutterschutzbundes: "Wenn wir Sexualreformer wirklich Erfolge erzielen wollen, so bedarf es, wie eines politischen Großblocks der Linken, so auch eines Kulturblocks der freiheitlichen Kulturbestrebungen". Zum Weimarer Kartell gehörten neben dem Mutterschutzbund der Deutsche Freidenkerbund, der 1881 von Ludwig Büchner gegründet wurde, die Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur (1892 gegründet), der Bund für weltliche Schule und Moralunterricht, der Deutsche Monistenbund sowie einige weitere kleinere Verbände. Der Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands trat nicht bei, stand dem Weimarer Kartell jedoch nahe und war personell von Anfang an beteiligt. Zwecke des Weimarer Kartells waren die "freie Entwicklung des geistigen Lebens und Abwehr aller Unterdrückung", die Trennung von Schule und Kirche und die vollständige Verweltlichung des Staates (Trennung von Staat und Kirche, Laizismus).

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