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Zurück zum Haupttext "Der Ursprung der Welt" Der Ursprung der Welt: GeschichteDas Bild "Der Ursprung der Welt" malte Gustave Courbet 1866 als Auftragsarbeit für den ägyptischen Diplomaten und Kunstsammler Khalil Bey, der neben anderen Aktbildern Courbets auch "Das türkische Bad" von Jean-Auguste-Dominique Ingres besaß. Während Khalil Bey die anderen Aktbilder seiner Sammlung in seinem Salon seinen Besuchern zeigte, hielt er das Bild "Der Ursprung der Welt" vor seinen Gästen verborgen. Unklar ist, wer die Abgebildete war. Hierfür kommt neben der Geliebten von Khalil Bey, vor allem Joanna Hiffernan in Frage, welche mehrfach Courbet als Aktmodell zur Verfügung stand. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste Khalil Bey 1868 seine Kunstsammlung versteigern. "Der Ursprung der Welt" ging zunächst an den Antiquitätenhändler Antoine de la Narde. Als Edmond de Goncourt das Bild 1889 in dessen Laden entdeckte, befand es sich hinter einer Abdeckung aus Holz versteckt, die mit dem 1874-77 entstandenen Bild "Le chateau de Blonay" dekoriert war. Der Holzrahmen dieser harmlosen Darstellung einer Schneelandschaft mit Kirche ließ sich seinerzeit nur mit einem Schlüssel öffnen, wodurch das dahinter befindliche Bild "Der Ursprung der Welt" neugierigen Blicken verborgen blieb. Der ungarische Sammler Baron Ferenc von Hatvany kaufte das Bild "Der Ursprung der Welt" 1910 von der Pariser Galerie Bernheim-Jeune und brachte es nach Budapest. Dort verblieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Aufgrund der jüdischen Herkunft seiner Familie lagerte Hatvany 1942 die wertvollste Bilder seiner Kunstsammlung in verschiedenen Budapester Banktresoren ein. Das Bild "Der Ursprung der Welt" deponierte er unter dem Namen seines nichtjüdischen Sekretärs János Horváth, wodurch es von den deutschen Besatzern unentdeckt blieb. Nachdem 1945 russischen Truppen die Banktresore öffneten, gelangte "Der Ursprung der Welt" zunächst auf den Budapester Schwarzmarkt. Von einem Händler gelang es Hatvany 1946 das Bild für 10.000 Forint zurückzuerwerben. Da er das Bild bei seiner Emigration nach Paris 1947 nicht mitnehmen konnte, schmuggelte kurze Zeit später die Frau seines Neffen, Claire Spiess, das Bild nach Frankreich. Hier zeigte Hatvany das Bild 1949 dem Kunsthändler Fritz Nathan. 1955 kaufte der Psychoanalytiker Jacques Lacan das Original aus unbekannter Privathand. Er und seine Frau, die Schauspielerin Sylvia Bataille, hängten es in ihrem Landhaus in Guitrancourt auf. Aber auch dort wurde es den Blicken der Öffentlichkeit entzogen: Lacan bat seinen Stiefbruder André Masson, ihm einen verschiebbaren Doppelrahmen dafür zu bauen, der vorn ein anderes Gemälde zeigen würde. Masson malte daraufhin eine Landschaft, die exakt der Linienführung des Originals folgte. Um den Surrealismus dieser Version zu verstärken, trug es denselben Namen ("L'Origine du monde"). Erst mit Lacans Tod 1981 tauchte das Bild wieder auf und gelangte zunächst wieder nach Frankreich. Im Brooklyn Museum in New York City wurde es 1988 dann erstmals öffentlich präsentiert. Seit 1995 wird es im Musée d'Orsay in Paris ausgestellt. Ähnliche Themen:
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