Dennis Cooper

Dennis Cooper (* 1953 in Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Autor, Dichter und Journalist.

Cooper wuchs in Pasadena, Kalifornien auf. Seine literarische Begabung zeigte sich bereits früh. Oft immitierte er Rimbaud, Verlaine, de Sade und Baudelaire. Er begann bereits als Jugendlicher Poesie zu schreiben und wandte sich Geschichten zu, die Skandale erforschten und sich oftmals mit extremen Themen beschäftigten. Nach seiner Schulausbildung besuchter Cooper das Pasadena City College und später das Pitzer College .

Cooper reiste 1976 nach England, wo er in der Punkszene sich aufhielt. Cooper startete in England das Little Caesar Magazin . Mit dem Erfolg des Magazins gründete Cooper 1978 den Verlag Little Caesar Press , mit dem er die Werke von Autoren wie Amy Gerstler, Elaine Equi, Tim Dlugos, Joe Brainard und Eileen Myles veröffentlichte. 1979 wurde Cooper Regisseur eines Programms alternativer Poesie Begyond Baroque in Venice, Kalifornien. 1984 zog Cooper nach New York City und 1987 nach Amsterdam, wo er seinen Roman Closer vollendete. Später gewann er mit diesem Roman den Ferro-Grumley für schwule Literatur. Während seiner Zeit in Amsterdam schrieb Cooper Artikel für die Zeitschriften Art in America , The Advocate , the Village Voice und weitere Magazine.

Cooper kehrte 1987 nach New York City zurück, wo er Artikel für das Magazin Artforum schrieb. Cooper begann seinen nächsten Roman Frisk zu schreiben. In den folgenden Jahren arbeitete Cooper an verschiedenen künstlerischen Projekten, u.a. am Projekt AGAINST NATURE: A Group Show of Work by Homosexual Men (gemeinsam mit Richard Hawkins). 1990 zog Cooper von New York City nach Los Angeles, wo er mit Künstlern wie dem Musiker John Zorn, dem Maler Lari Pittman, den Steinmetzen Jason Meadows und Nayland Blake sowie weiteren Künstlern. Cooper vollendete in Los Angeles 2000 seine fünfteilige Romanreihe George Miles . Weitere Werke folgten wie My Loose Thread , The Sluts (Sieger des Lambda Literary Award 2005) und God Jr . Seit Sommer 2005 lebt Cooper in Paris, wo er mehrere Theaterstücke verfasste und mit dem französischen Theaterregisseur Gisele Vienne und dem Musiker Peter Rehberg zusammenarbeitet. Daneben schrieb er an weiteren Bücher, insbesondere der Poesie wie beispielsweise The Weaklings .

Werke (Auswahl)

Bekannt ist die Romanreihe ''George Miles" von Cooper. Diese Reihe besteht aus fünf Romanen:

  • Closer , 1989, ISBN 0-8021-3212-X
  • Frisk , 1991, ISBN 0-8021-3289-8
  • Try , 1994, ISBN 0-8021-3338-X
  • Guide , 1997, ISBN 0-8021-3580-3
  • Period , 2000, ISBN 0-8021-3783-0

Weitere Werke

  • The Terror of Earrings , Poesie, Kinks Press, 1973
  • Tiger Beat , Poesie, Little Caesar Press, 1978
  • Antoine Monier , Fiktion, Anon Press, 1978
  • Idols , Poesie, SeaHorse Press, 1979; Amethyst Press, 1989
  • Tenderness of the Wolves , Poesie, The Crossing Press, 1981
  • The Missing Men , Poesie, Am Here Books/Immediate Editions, 1981
  • My Mark , Fiktion, Sherwood Press, 1982
  • Safe , Roman, SeaHorse Press, 1985
  • He Cried , Poesie, Black Star Series, 1985
  • Wrong , Fiktion, Grove Press, 1992
  • The Dream Police: Selected Poems 69-93 , Grove Press, 1994
  • Jerk , (gemeinsam mit Nayland Blake), Artspace Books, 1994
  • Horror Hospital Unplugged , Roman, Juno Books, 1997
  • All Ears , Soft Skull Press, 1997
  • My Loose Thread , Roman, Canongate, 2002
  • The Sluts , Roman, Void Books, 2004/Carroll & Graf, 2005
  • God Jr. , Roman, Grove Press, 2005
  • Dennis , Buch, Don Waters Editions/AK Press, 2006
  • The Weaklings , Void Books, November 2007

Theaterstücke

  • Jerk , Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; (Weltpremiere: März 2008)
  • Kindertotenlieder (Regie: Gisele Vienne, Score: Stephen O'Malley und Peter Rehberg/Pita; 2007)
  • 'Un Belle Enfant Blonde" (gemeinsam mit Catherine Robbe Grillet, Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; 2005)
  • I Apologize (Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; 2004)
  • The Undead (Regie: Ishmael Houston-Jones, Score: Tom Recchion; Visual Design: Robert Flynt; 1990)
  • Knife/Tape/Rope (Regie: Ishmael Houston-Jones, Sets: John De Fazio; 1985)
  • Them (Regie: Ishmael Houston-Jones, Score: Chris Cochrane; 1984)

Weblinks

Verwandte Themen

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