Dekolleté

Als Dekolleté (nach frz. décolleté ) wird der Halsausschnitt von Blusen, Kleidern etc. bei der Damenoberbekleidung bezeichnet.

Mit einem Dekolleté kann eine Frau ihre Weiblichkeit und erotische Ausstrahlung bewusst betonen. Dabei kann sie das Ausmaß der gewünschten erotischen Ausstrahlung dem Anlass angemessen mit der Größe ihres Dekolletés variieren, indem sie mehr oder weniger Haut enthüllt. Die Wahl teilweise transparenter Stoffe und Kleidung mit körpernahem Schnitt kann dies noch unterstützen.

Der Ausschnitt eines Kleides kann sich je nach Schnitt sowohl nach vorn bis zum Busen- bzw. Brustansatz (im Extremfall bis hinunter zum Bauchnabel) als auch nach hinten bis hin zu schulter- oder rückenfrei vergrößern. Im öffentlichen Raum gilt: Je später der Abend, desto größer ist die Akzeptanz für "offenherzigere" Kleiderausschnitte. Für ein eindrucksvolleres Dekolleté kann ein Push-up-Büstenhalter verwendet werden, der die Brüste etwas nach oben drückt und so mehr Fülle vortäuscht.

Im Alltag, besonders auch im Geschäftsalltag hingegen, wird ein großes Dekolleté - je nach Einstellung der Umgebung und Situation - manchmal als unpassend empfunden.

In der Vergangenheit war das Dekolleté modebedingt zu bestimmten Zeiten verpönt oder zu anderen sehr verbreitet. In der alten europäischen Adels- und Hofgesellschaft war den Damen von Stand das Dekolleté vorgeschrieben, während bürgerliche Frauen ihre Brust mit einem Brusttuch (Fichu) zu bedecken hatten. Insbesondere bayerische Dirndl haben häufig ein ausgeprägtes Dekolleté, das dann eigentlich auch nie als unpassend empfunden wird.

Maurer-Dekolleté

Umgangssprachlich wird der Begriff auch für den oberen Bereich der Pobacken angewendet, der beim Tragen von zu knappen Hosen oder Hüfthosen sichtbar werden kann, insbesondere bei nach vorne geneigter Körperhaltung oder beim Bücken. Weitere Ausdrücke sind "Klempnerfalte", "Bauarbeiterdekolleté", "Handwerkerdekolleté", "Dachdeckerdekolleté", "vertikales Grinsen", oder "the Ritz".

Literatur

  • Desmond Morris: Körpersignale . Heyne Taschenbuchverlag, München:
    • 2. Vom Dekolleté zum Zeh . 1996, ISBN 3-453-07027-5.

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