Condylomata acuminata

Bei Condylomata acuminata - auch unter dem Begriff Feigwarzen und Feuchtwarzen bekannt - handelt es sich um eine Viruserkrankung und sie sind neben Herpes und Chlamydien eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Erreger

Feigwarzen werden durch das humane Papillomvirus HPV 6 und HPV 11 ausgelöst. Die auch Kondyloma-Viren genannten Erreger sind kugelförmige, unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA), die zu den Papovaviridae gehören, und von denen insgesamt 200 verschiedene Typen bekannt sind. Die meisten von diesen sind für den Menschen völlig harmlos, lediglich die Typen HPV 6 und HPV 11 (zusammen mit HPV 16 und HPV 18) haben sich als krankheitserregend erwiesen, allerdings kommen sie auch am häufigsten vor.

Übertragung

Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektion beziehungsweise Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr oder Intimkontakt sowie beim Oralverkehr übertragen, in sehr seltenen Fällen kommen aber auch andere Infektionswege in Frage. Eine Übertragung der Erreger von der Mutter auf das Kind bei der Geburt ist ebenfalls möglich. Etwa 1 bis 2 % der sexuell aktiven Bevölkerung sind akut mit sichtbaren Feigwarzen infiziert und somit auch Überträger der krankheitsverursachenden Viren.

Mehrere Studien zeigen, dass etwa 64 bis 70 % der männlichen Beziehungspartner von Frauen, die unter einer zervikalen HPV-Erkrankung leiden, ihrerseits HPV-assoziierte Läsionen am Penis aufweisen. HPV kann dennoch auch in der Haut des Penis oft lange unerkannt präsent bleiben.

Krankheitsverlauf/Symptome

Zwischen der Infektion und dem Auftreten von Feigwarzen kann eine Inkubationszeit von wenigen Wochen, jedoch auch vielen Monaten liegen. Bei etwa 10 bis 15 % liegt eine stumme (inapparente) Infektion ohne sichtbare Feigwarzen vor, allerdings können solche Personen auch Virusüberträger sein. Fördernde Faktoren für das tatsächliche Auftreten von Feigwarzen sind ein geschwächtes Immunsystem, Feuchtigkeit, Entzündungen und Hautverletzungen.

Die Krankheitserreger bilden bei Männern und Frauen meist in der Genitalregion oder am After in der Regel kleine Warzen, die jedoch zur Beetbildung neigen und dann konfluierende (sich vereinigende) Warzen ausbilden. Diese Warzenformen machen sich oft durch mehr oder minder starkes Jucken, Brennen oder auch Schmerzen bemerkbar.

Gelegentlich entstehen dagegen sehr große Tumorkonglomerate, welche als Condylomata gigantea bezeichnet werden. Diese können unbehandelt auch aufbrechen und stark bluten.

Insgesamt ist diese Erkrankung selbst unbehandelt abgesehen von dem Krebsrisiko nicht tödlich, kann jedoch erheblichen negativen Einfluss auf die (sexuelle) Lebensqualität des Patienten erlangen.

In etwa 30 % der Fälle heilen aufgetretene Feigwarzen von selbst wieder ab.

Differenzialdiagnose

Komplikationen

Behandlung

Vorbeugung

Weblinks

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