Charles Demuth

Charles Demuth (* 9. November 1883 in Lancaster, Pennsylvania; gest. 23. Oktober 1935 in Lancaster, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Maler.

Leben

Demuth wurde in Lancaster (Pennsylvania) geboren, wo seine Eltern eine Tabakhandlung betrieben. Er studierte in Philadelphia an der Pennsylvania Academy of Fine Arts. Während seines Studiums lernte er William Carlos Williams kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.

Später ging er nach Paris, wo er an der Académie Colarossi und der Académie Julian studierte und im Salon von Gertrude Stein verkehrte. In Paris traf er Marsden Hartley , der ihn an den Galeristen Alfred Stieglitz vermittelte. In dessen New Yorker Galerie hatte Demuth 1926 seine erste Einzelausstellung.

Demuth kam oft nach New York, wo er bekannte Schwulentreffpunkte wie das Badehaus Lafayette frequentierte, lebte jedoch hauptsächlich wieder in seinem Elternhaus in Lancaster. Demuth litt an einer Behinderung seiner Hüfte und an einer schweren Diabetes, an deren Folgen er schon 1935 starb.

Werk

Demuth schuf einige der bekanntesten Werke der amerikanischen Malerei des 20. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Werk The Figure 5 in Gold (manchmal auch unter denm Titel I Saw the Figure 5 in Gold bekannt), war durch William Carlos Williamss Gedicht The Great Figure inspiriert. Es ist eins von neun Poster-Porträts, die Demuth zu Ehren seiner künstlerischen Freunde schuf. Dazu gehörten die Malerin Georgia O'Keeffe, die Maler Arthur Dove, Charles Duncan, Marsden Hartley , John Marin, sowie die Autoren Gertrude Stein, Eugene O'Neill, Wallace Stevens and Williams.

In weiteren Werken wie My Egypt ließ Demuth die Industriearchitektur der Silos seiner Provinz-Heimat zu Ikonen der amerikanischen Moderne werden.

Zu Lebzeiten Demuths völlig unbekannt (außer in seinem New Yorker Bekanntenkreis) waren seine explizit erotischen Aquarelle.

Literatur

  • Jonathan Weinberg: Speaking for Vice. Homosexuality in the Art of Charles Demuth, Marsden Hartley , and the First American Avant-Garde. New Haven and London: Yale University Press 1993 (Yale publications in the history of art) ISBN 0-300-05361-4
  • Stephan Lidl: ''Art Companies: Bild und Text in William Carlos Williams' Lyrik der 20er Jahre.'' Digitalisat

Weblinks