Catfight

Mit dem Begriff Catfighting sind (oft gewerblich betriebene) Ring- und/oder Faustkämpfe unter Frauen mit einem erotischen Hintergrund gemeint. Viele, vor allem Männer empfinden das Betrachten von ringenden oder raufenden Frauen als sexuell stimulierend, ein Fetisch, dem das Catfighting bewusst entspricht, während es im sportlichen Bereich eher unerwünscht ist. Es steht dabei also der erotische Fetisch im Vordergrund, nicht der Sport.

Begriffskritik

Der Begriff "Catfight" ist problematisch, da tendenziell sexistisch: Immerhin werden darin Frauen mit einem Tiernamen belegt. Dieser (Katze) ist zwar nicht negativ belegt, dennoch könnte er als Diskriminierung empfunden werden.

Es gibt aber keine andere gängige Bezeichnung für Frauenkämpfe als sexuellen Fetisch. Allgemeinere, neutrale Bezeichnungen wie Frauenringen, Damenringkampf oder ähnliche verbieten sich hier, da die Abgrenzung zum seriösen, sportlich orientierten Frauenkampfsport nicht gegeben ist, was aus Respekt vor den im Kampfsport aktiven Frauen jedoch unabdingbar ist. Daher soll im Folgenden der eingeführte Terminus Catfight beibehalten werden.

Praxis

Catfights werden nahezu ausschließlich gewerblich betrieben:

  • Kämpfe unterschiedlicher Art werden auf Video (VHS, DVD) oder im Internet zum kostenpflichtigen Herunterladen angeboten
  • Live-Veranstaltungen, die in Diskotheken, Nachtclubs oder ähnlichen Orten stattfinden
  • Einige Prostituierte bieten Kämpfe Frau gegen Frau für den männlichen Zuschauer an

Die Möglichkeit, im privaten Rahmen einem lustvollen Raufen und Ringen zweier Frauen beizuwohnen, ist in Kreisen Interessierter ein weit verbreiteter, in den meisten Fällen jedoch unerreichbarer Wunschtraum.

Catfight ist eigentlich eine Sonderform des erotisch ausgerichteten Frauenkampfes. Dieser findet zumeist in Wohnungen statt und beginnt oft mit einem inszenierten Streit der beiden beteiligten Frauen; letzteres wird von einigen Fans als reizvoll, von anderen als unerotischer Störfaktor empfunden. Der Begriff Catfight wird jedoch auch als allgemeiner Oberbegriff verwendet.

Die Kämpfe finden in einem (gelegentlich improvisierten) Kampfring statt, in der freien Natur, auf Sportmatten oder in Privatwohnungen. Die Kleidung der Kämpferinnen ist sehr unterschiedlich, gelegentlich sportlich (Boxershorts, Sporttop), oft sexy (Bikini , Badebekleidung, knapper Slip ) oder Stringtanga. Bei sehr vielen Veranstaltungen kämpfen die Frauen "Oben ohne " oder sogar völlig nackt . Gelegentlich ist es Teil des Kampfes, der Gegnerin Kleidungsstücke vom Leib zu reißen, oder das Entfernen des letzten Kleidungsstückes (des Slips) ist das Ziel des Kampfes.

Eine weitere Version ist der "Strip-Fight" (angelehnt an Strip-Poker ) bei dem in mehreren Runden gekämpft wird und eine Kontrahentin für eine Rundenniederlage jeweils ein Kleidungsstück ablegt.

Beliebt sind ebenfalls Öl-Kämpfe, bei dem die Gegerinnen am ganzen Körper eingeölt sind. Dabei wird sehr viel Öl (meistens Baby-Öl) verwendet und auch die Kampffläche, meistens eine große Folie, ist mit Öl bedeckt. Aus naheliegenden Gründen sind die Kämpferinnen dabei meistens nackt oder tragen nur einen Slip . Auch Ölkämpfe können, ungeachtet des erotischen Reizes, durchaus sportliche Qualität haben.

Regeln

Techniken

Nacktheit

Motive

Fiktion

Medien

Weblinks

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