Brustwarzenpiercing

Das Brustwarzenpiercing ist ein durch die Brustwarze bzw. den Warzenhof gestochenes Piercing , das sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann. Es wird meist horizontal oder vertikal gestochen, kann jedoch beliebig angeordnet werden. Prinzipiell ist es auch möglich, mehrere Piercings übereinander zu stechen; diese sind dann meist orthogonal angeordnet.

Schmuck

Zum Einsatz wird meist ein Barbell oder Ball Closure Ring verwendet. Der Schmuck sollte eine Materialstärke von mindestens 1,5 mm haben, um ein Auswachsen zu vermeiden.

Als zusätzliche Dekoration wird gelegentlich ein so genanntes Nipple Shield getragen. Von dem französischen Modedesigner Thierry Mugler wurde ein Haute Couture- Kleid entworfen, dessen Träger nicht über die Schultern verliefen, sondern an Ball Closure Ringen befestigt waren.

Wie viele andere Piercings kann auch das Brustwarzenpiercing gedehnt werden, um Schmuck mit größerem Durchmesser einsetzen zu können.

Pflege und Heilung

Die Heilung dauert etwa 1-6 Monate (im Regelfall 4-6 Wochen). Bei einem neu gestochenen Piercing sollte der Ring bis zur vollständigen Abheilung nicht ausgewechselt werden. Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und das Vermeiden von Stress können die Heilung beschleunigen.

Probleme

Bei zu dünnem Schmuckmaterial kann das Piercing in seltenen Fällen herauswachsen. Das gleiche Problem kann auftreten, wenn der Kanal nicht tief genug gestochen wurde.

Brustwarzenpiercing beim Stillen

Trotz der Befürchtung vieler Frauen, mit einem Brustwarzenpiercing keinen Säugling mehr stillen zu können, treten dabei keine Komplikationen auf. Es wird jedoch empfohlen, das Piercing gut zu pflegen und zu reinigen, um Infektionen zu vermeiden. Während des Stillens sollte der Schmuck unbedingt herausgenommen werden, um zu verhindern, dass er verschluckt wird und um dem Säugling das Nuckeln zu erleichtern. Zu häufig nachgestochene Piercings können die Brustwarze schädigen und Komplikationen hervorrufen.

Viele Piercer raten generell vom Stechen während der Schwangerschaft ab, weil ein Piercing unnötigen Stress für den Körper bedeutet, der wiederum Komplikationen während der Schwangerschaft hervorrufen kann.

Geschichte

In den Medien

Weblinks

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