Berlin Bohème

Berlin Bohème ist eine deutsche Fernsehserie, die von 1999 bis 2005 produziert wurde. Es entstanden vier Staffeln mit insgesamt 53 Episoden zu jeweils 24 Minuten. Die Serie schildert die Ereignisse um einige (Lebens-)Künstler in Berlin (vgl. Bohème). Die Mehrzahl der Protagonisten ist schwul oder lesbisch . Homosexuelle Figuren, die in deutschen Fernseh-Serien meist nur eine tolerierte Randgruppe darstellen, stehen hier im Mittelpunkt der Handlung. Eine weitere Besonderheit der Serie: In jeder Staffel werden unterschiedliche Serien-Konzepte realisiert.

In der ersten Staffel, entstanden 1999 mit 11 Episoden, arbeiten die Hauptfiguren gemeinsam in einem großen Atelier, dem Dreh- und Angelpunkt, in dem die gesamte Handlung spielt. In der ersten Staffel stehen mit den Figuren Lisa Kleinert und Holger Prehm zwei Charaktere im Mittelpunkt der Handlung, die schon aus den Serien Montagskinder bzw. Montagsgeschichten bekannt sind. Außerdem erscheinen in Staffel 1 weitere Figuren aus diesen beiden Serien als Gäste. Die 11 Episoden gleichen Kammerspielen und hätten ebenso als Theaterstück realisiert werden können, da der Raum nie verlassen wird. Zudem spielen die Folgen in Echtzeit, ähnlich der Serie 24 , in jeder 24 Minuten dauernden Folge vergehen auch in der Handlung 24 min.

In der zweiten Staffel, entstanden 2002-2003 mit 21 Episoden, wird dieses Konzept aufgegeben, es gibt Ortswechsel und Zeitsprünge wie in üblichen Seifenopern. Der rote Faden der zweiten Staffel ist das No-Budget-Theaterprojekt "Always Open Stage", das die meisten Figuren der Serie miteinander verbindet. Das Konzept der Staffel ist am ehesten mit dem der Serie Lindenstraße vergleichbar. Inhaltlich gibt es außer üblichen Seifenoper-Themen noch einige interessante Nebenfiguren, z. B. ein im Coming-Out befindlicher schwuler Rollstuhlfahrer, der sich in seinen Betreuer verknallt, und ein versteckt schwul lebender konservativer Politiker, der eine befreundete Schauspielerin aus Karrieregründen zu seiner Scheinverlobten macht.

In Staffel 3, entstanden 2004 mit fünf Episoden, haben erstmals neben Filmemacher Andreas Weiß , der für Buch und Regie der ersten beiden Staffeln hauptsächlich verantwortlich zeichnete, mehrere Gast-Autoren und Gast-Regisseure die jeweiligen Folgen realisiert. Auch wird das Konzept der Seifenoper, parallel laufende Handlungsstränge als Endlos-Geschichten zu präsentieren, verlassen: Die Episoden der dritten Staffel sind größtenteils abgeschlossen und bauen nur in wenigen Einzelheiten aufeinander auf, ähnlich dem Konzept der Serie ''''.

In Staffel 4, entstanden Herbst 2005 mit 16 Episoden, werden Elemente der vorhergehenden Staffeln erneut aufgegriffen und neu "gemischt". So gibt es - wie in Staffel 2 - auch in Staffel 4 ein Theaterprojekt, das als roter Faden dient und die Figuren verbindet. Die 16 Episoden erzählen wieder - wie in Staffel 3 - mehr oder weniger abgeschlossene Geschichten, allerdings sind gleichermaßen Elemente der Seifenoper (Handlungsstränge mit Cliffhanger) vorhanden. Die 4. Staffel wird zudem von sehr vielen neuen durchgehenden Figuren geprägt, während zahlreiche Haupt- und Nebenfiguren der 2. und 3. Staffel nur noch in wenigen Folgen als Gast erscheinen. Lediglich die Figuren Clou und Ruben, die seit Staffel 1 dabei sind, stehen auch diesmal wieder im Mittelpunkt der Handlung. Mehrere Episoden wurden auch wieder - wie schon in Staffel 3 - von Gast-Autoren geschrieben und 3 Episoden von Gast-Regisseuren realisiert.

Einige Rollen und Darsteller

Sender

Videoaufführungen

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