Anus

Der Anus ring», «After » ) ist die Austrittsöffnung des Darmes. Durch den After verlässt der Kot den Darm.

Anatomie des Afters

Der Analkanal (Canalis analis ) kann in drei Abschnitte untergliedert werden, die durch einen allmählichen Übergang von der Schleimhaut des Darmes zur äußeren Haut gekennzeichnet sind:

  • Zona columnalis : mit Längsfalten (Columnae anales ) und dazwischen liegenden Einsenkungen (Analkrypten ) mit den Mündungen der Proktodealdrüsen (Glandulae anales )
  • Zona intermedia : mit einem mehrschichtigen Plattenepithel
  • Zona cutanea : mit verhornten mehrschichtigen Plattenepithel, Schweiß- und Talgdrüsen sowie Haaren.

In der Analgegend sind bei vielen Tierarten Analdrüsen ausgebildet. Um die Öffnung des Anus sind unter der Haut bzw. Schleimhaut zwei Schließmuskeln angeordnet:

  • Musculus sphincter ani internus (innerer Afterschließmuskel): Er stellt eine Verstärkung der glatten Muskulatur der Darmwand dar.
  • Musculus sphincter ani externus (äußerer Afterschließmuskel): Er besteht aus quergestreifter Muskulatur, ist also willkürlich beeinflussbar.

Innervation

Die Peristaltik des Analkanals wird über parasympathische Nervenfasern aus dem Kreuzabschnitt des Rückenmarks (Nervi pelvini ) angeregt. Diese bewirken auch eine Erschlaffung des inneren Afterschließmuskels. Im Zusammenspiel mit den Bauchmuskeln (Bauchpresse) führt dies über den Defäkationsreflex zu einer Entleerung des Mastdarms (Kotabsatz, Defäkation). Dabei schiebt sich die Kotsäule aus dem Darm. Wenn die Bauchmuskulatur zur Ausscheidung nicht verwendet wird, dauert die Defäkation länger.

Die sympathischen Nervenfasern des Nervus hypogastricus reduzieren die Peristaltik und erhöhen den Tonus des inneren Afterschließmuskels. Dadurch wird die Stuhlverhaltung (Continentia alvi ) ermöglicht. Durch willkürliche Beeinflussung des äußeren Afterschließmuskels kann der Kotabsatz unterdrückt werden. Er wird durch den Nervus pudendus (bzw. dessen Nervus rectalis caudalis ) innerviert.

Die sensible Innervation des Afters erfolgt über den Nervus perinealis superficialis ("oberflächlicher Dammnerv") des Nervus pudendus. Da am After eine Vielzahl von Nervenendigungen liegen, ist er sehr empfindsam und wird auch als erogene Zone betrachtet, insbesondere der Musculus sphincter ani externus und die sich davon absetzende Dammmuskulatur (siehe auch Analreflex, Analverkehr ).

Untersuchungsmethoden

Der After und Enddarm werden vom Proktologen untersucht und behandelt.

  • Äußere Inspektion
  • Rektal-digitale Untersuchung (als eine der wichtigsten und kostengünstigten Methoden)
  • Proktoskopie als eine sog. "Spiegelung" des Enddarms mit einem besonderen Endoskop oder einem starren Proktoskop; evtl. erweiterte Untersuchung als Rektoskopie oder Rektosigmoidoskopie
  • Endosonographie
  • Manometrie
  • Defäkogramm

Erkrankungen des Anus

Modifikationen

Siehe auch

Verwandte Themen

Index: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Anus" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Anus&action=history