AntifeminismusAntifeminismus stellt eine Abwehrreaktion auf die Frauenbewegung bzw. den Feminismus dar. Der Begriff wird in der öffentlichen Diskussion teilweise als Synonym von Maskulismus gebraucht, der sich selbst allerdings oft als nicht antifeministisch betrachtet. Manchen Antifeministen (auch Frauen) geht es um die Aufrechterhaltung bzw. Stärkung der traditionellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau . GeschichteDem Feminismus wird seit seinen Anfängen Männerfeindlichkeit vorgeworfen. Bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts befürchteten Autoren, die sich mit dem Thema befassten, dass Frauen durch die effektive Gleichstellung den Männern überlegen würden. Einer der frühen bekannten Vertreter des Antifeminismus ist Ernest Belfort Bax (1854-1926). Der Antifeminismus lehnte vor allem in seinen frühen Ausformungen Gleichberechtigung der Frau ab. Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftler argumentierten bis weit in das 20. Jahrhundert hinein mit der natürlichen oder "gottgegebenen" Unterlegenheit der Frau gegenüber dem Mann und begründeten damit deren untergeordnete Stellung in der Gesellschaft. Bis in die 1920er Jahre hinein wurde sogar das weibliche Geschlecht als Bestandteil der Menschheit in Frage gestellt (zum Beispiel durch Max Funke, 1879-1943). Antifeminismus gab es sowohl auf der politischen Linken (zum Beispiel bei Proudhon, 1809-1865) wie auf Seiten der politischen Rechten, insbesondere in katholischen und ländlichen Kreisen, wo traditionell überwiegend ein konservatives Weltbild vertreten wird. Seit der neuen Frauenbewegung in den 1960er Jahren, und der durch sie etablierten feministischen Gesellschaftskritik, wird von Antifeministen deren Grundfeststellung, die Frau sei gesellschaftlich unterdrückt, abgelehnt. Es wurde ihre Vorherrschaft behauptet (zum Beispiel in Philip Wylies antifeministischem Klassiker A Generation of Vipers , 1942). Besonders in den letzten Jahren wurde die Behauptung laut, der Feminismus habe sein Ziel erreicht (Gleichberechtigung der Frau ) und sei somit obsolet. Es entwickelte sich eine maskulistische Bewegung, die gegenteilige Positionen zum Feminismus bezieht und/oder spiegelbildlich feministische Thesen aufgreift und sie auf Männer anwendet (zum Beispiel Beschneidung von Jungen, Männertaxi, Männerhäuser etc.). LiteraturLiteratur über Antifeminismus
Historisch
Heute
Sozialpsychologisch
Antifeministische Literatur
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