Anna Müller-Herrmann

Anna Müller-Herrmann (* 1888; gest. 1975), geb. Anna Müller, ab 1944 nach zweiter Eheschließung: Anna Herrmann-Kölschbach war eine Gymnastiklehrerin und Gründerin von Gymnastikschulen. Sie entwickelte u.a. das System der Pflegerischen Gymnastik .

1916 Examen zur Gymnastiklehrerin, Ausbildung im Seminar für Klassische Gymnastik der Mathilde Zimmer-Stiftung. Zusammenarbeit mit deren Begründer, Professor Dr. Zimmer, und mit der Mensendieck-Schülerin Louise Langaard und der Kallmeyer-Schülerin Hedwig von Rhoden. 1922 Heirat mit Dr. Christian Herrmann und Geburt des Sohnes Wolfgang (1922). Anna Herrmann gehörte zur dritten Generation derer, die in Deutschland die Frauengymnastik aufbaute. Ebenfalls 1922 gründete sie die nach ihr benannte Anna-Herrmann-Schule - Ausbildungsinstitut für Pflegerische Gymnastik in Berlin-Eichkamp. In Berlin unterstützte Müller-Herrmann engagiert das pädagogische Konzept des naturistischen Gymnastiklehrers Adolf Koch , beispielsweise in ihrer Schrift Die Bekleidungsfrage in der Körpererziehung . 1932 Rundfunk-Vortrag in Berlin über die Pflegerische Gymnastik.

Im November 1935 erfolgte die Fixierung des Konzepts der Pflegerischen Gymnastik in einer Anordnung des Reichsverbandes Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer e.V.. 1943 wurde die Schule bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört, 1944 Verlegung der Schule nach Freiburg im Breisgau und 2. Eheschließung mit dem Kunstmaler Josef Kölschbach (Köln).

1947 Neuanfang der Schule als staatlich anerkannte Fachschule für Gymnastik im Stadion Köln-Müngersdorf (Deutsche Sporthochschule), 1956 Eröffnung eines Zweitinstitutes im Kölner Stadtzentrum. 1974 notarielle Übertragung der Anna Herrmann Schule auf Heidi Bösen, ihre Schülerin in den Jahren 1948 bis 1951. Sie firmiert seit 1975 als Anna Herrmann Schule Köln , Berufsfachschule für Gymnastik, staatlich anerkannte Ersatzschule zur Ausbildung von Gymnastiklehrerinnen.

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