Anejakulation

Anejakulation (Zusammensetzung der griechischen Vorsilbe an- und des lateinischen abgeleiteten Wortes "Ejakulation ") bezeichnet das Ausbleiben der eine Ejakulation direkt auslösenden unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane bei vorhandenem Orgasmus und ist eine Form der sexuellen Funktionsstörung.

Ursachen

Grund für eine Anejakulation ist meist eine Verletzung der Wirbelsäule in Kombination mit kompletten oder inkompletten Querschnittsläsionen. Weiters kann sie eine Folge von neurologischen Erkrankungen (z. B. Encephalitis disseminata, Diabetes mellitus etc.) oder von operative Eingriffe im Retroperitoneum oder kleinen Becken sein. In seltenen Fällen können auch psychische Erkrankungen zur Anejakulation führen.

Totale Anejakulation

Als totale Anejakulation bezeichnet man den Zustand, wenn es niemals zu den eine Ejakulation direkt auslösenden unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane trotz vorhandenem Orgasmus kommt.

Abgrenzung

Die Anejakulation ist von einer Aspermie, dem Ausbleiben des Ejakulats mit oder ohne Spermien (Samen ) trotz durch einen Orgasmus neurophysiologisch vom Sexualzentrum im Zwischenhirn ausgelösten und damit letztendlich eine Ejakulation bewirkende, unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane , des weiteren von einem Erguss, der sich statt nach außen zurück in die Harnblase entleert (retrograde Ejakulation ), dem bewußten Verhindern einer Ejakulation (Injakulation ) und von der Anorgasmie, dem Ausbleiben eines durch sexuelle Aktivität ausgelösten Orgasmus zu unterscheiden.

Literatur

Verwandte Themen

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