Andreas KriegerAndreas Krieger (* 20. Juli 1966 in Berlin als Heidi Krieger ) ist eine deutsche ehemalige Kugelstoßerin. Sportliche LaufbahnKrieger, die mit 13 Jahren zur Leichtathletik kam, wurde im Rahmen des DDR-Staatsdopings ab einem Alter von 16 Jahren nichtwissentlich mit Anabolika und männlichen Hormonen behandelt. Die Dissertationen und Habilitationsschriften ehemaliger DDR-Dopingforscher, welche 1991 durch die Dopinggegner Brigitte Berendonk und Werner Franke in der Militärmedizinischen Akademie (MMA) in Bad Saarow sichergestellt werden konnten, enthalten u.a. genaue Werte zu Jahresdosen und Tagesdurchschnittsmengen der verabreichten Anabolika. Den Angaben zufolge wurden Heidi Krieger von 1982 bis 1984 hohe Dosen an Oral-Turinabol verabreicht. Krieger ist einer der wenigen ehemaligen Spitzensportler der DDR, die heute öffentlich über die Dopingpraxis in der DDR sprechen. Die Goldmedaille im Kugelstoßen, die sie bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 1986 mit einer Weite von 21,10 m gewann, gab sie später wieder zurück. Nach ihr ist die Heidi-Krieger-Medaille benannt, die heute von dem Verein Doping-Opfer-Hilfe an verdiente Kämpfer gegen das Doping verliehen wird. Das Coming-OutHeidi Krieger hatte Schwierigkeiten, sich in eine weiblichen Geschlechtsrolle zu finden. Ihre Geschlechtsidentität, so wurde ihr im Laufe der Jahre klar, war männlich. Krieger führt dies zumindest teilweise auf das Doping mit Testosteron zurück. Sie wechselte die Geschlechtsrolle, unterzog sich 1997 einer geschlechtsangleichenden Operation und nahm den Namen Andreas an. Andreas Krieger verklagte mit anderen Dopingopfern den Präsidenten des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR, Manfred Ewald, wegen Körperverletzung, der daraufhin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Heidi Krieger hatte bei einer Größe von 1,87 m ein Wettkampfgewicht von 100 kg. WeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Andreas Krieger" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Andreas+Krieger&action=history
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