AndersrumAndersrum ist ein Film von Heiner Lauterbach und Mark Keller, gedreht im Jahre 2005 in Deutschland. Ein Findelkind, aufgezogen von einem schwulen Paar, tuntig, aber hetero, will männlich werden, um seine heimliche Liebe erobern zu können, die glaubt er sei schwul. Ein Macho, den seine Freundin gerade verlassen hat, hilft ihm dabei und entdeckt ein wenig seine weichen Seiten. HandlungDie ganze Handlung ist eingebettet in eine Buchpräsentation, wo die Autoren Toni und Ferdinand aus dem Buch vorlesen, welches während des Filmes geschrieben wird. 1968 ist Toni schon 13 und steigt von Filterzigaretten auf filterlose um, als Ferdinand in der Nacht von Harry Gottwald und Ludwig "Laila" Männlich, einem schwulen Paar mit heteronormativ verteilten Rollen, im Wald ausgesetzt gefunden wird. Das Körbchen war nicht rosa. Das Paar adoptiert den Jungen und er wird, so die Logik des Films, zur Heterotunte, die als Außenseiter am Rande der Gesellschaft steht. Ein Sprung ins heute. Ferdinand arbeitet in einer Parfümerie, düst mit rosa Helm und rosa Tasche auf seiner rosa Vespa durch die Stadt und das mit wenig Gefühl, so dass er immer wieder irgendwo anstößt oder fast andere Leute umfährt. Laila will Ferdinand immer mit anderen Männern verkuppeln und ist der festen Überzeugung, dass sein Sohn schwul ist, was Ferdinand aber bestreitet, denn er liebt Louise, die ihn aber auch für schwul hält und ihn deshalb nur als sehr guten Freund wahrnimmt. Toni ist Buchautor, wohnt fast gratis in einem Musterhaus und ist der gefühllose Macho, der keine Ahnung und auch kein Interesse hat, was Frauen und insbesondere seine Freundin sich wünschen. Ferdinand und Toni treffen mehrmals aufeinander. In der Pafümerie und auf der Straße vor dem Juwelier. Ferdinand erfährt, dass seine Luise den Buchhalter Rainer heiraten will und Toni wird letztendlich wegen Nichtbeachtung von seiner Freundin verlassen. In einer Kneipe treffen sie aufeinander und ertränken gemeinsam ihren Schmerz, Toni erklärt Ferdinand, warum er kein Glück bei den Frauen hat und sie wanken gemeinsam nach Hause. Am nächsten Morgen erwachen sie nackt in einem Bett, Toni streichelt noch mit geschlossenen Augen den sich dabei nicht wohl fühlenden Ferdinand und als er die Augen aufmacht springt er erschrocken aus dem Bett. Er glaubt zuerst, dass Ferdinand ihn absichtlich besoffen gemacht hat um mit ihm im Bett zu landen, aber in Wirklichkeit ist nichts passiert. Schließlich kommt noch "Mammaa" Laila herein und nimmt auch freudig an, dass etwas zwischen den beiden läuft und sein Sohn endlich einen Partner hat. Bei einer Autopanne treffen sie wieder aufeinander und Toni muss das Hilfsangebot Ferdinands, ihn nach Hause zu bringen, notgedrungen annehmen. Dort angekommen bittet Ferdinand um Hilfe ein richtiger Mann zu werden. Er zieht von seinen Eltern zu Toni, erhält im Kaufhaus ein komplett neues Styling, Unterricht in maskulinem Benehmen in allen Lebenslagen, Machosprüchen und Frauen anmachen. Weiter lernt er, dass Männer im Stehen pinkeln, nicht Blockflöte spielen, nicht tanzen, außer im äußersten Notfall auf eine männliche Art, John Travolta oder sein Drehbuchschreiber eine Tunte ist und sein rosa Roller "Kurti", ein Geschenk seiner Eltern, kommt in die Schrottpresse. Toni hat Probleme seinen Roman in der gewünschten Art rechtzeitig fertigzustellen. Gegenseitig helfen sie sich die Feundinnen (wieder) zu erobern. Bei einem geplanten Essen mit Louise nimmt Ferdinand den ihr unbekannten Toni mit. Sie dagegen hat ihre Freundin Marina eingeladen, die natürlich sehr erstaunt ist ihren Ex-Freund Toni anzutreffen und sie verschwindet wieder. Luise erfährt von Toni, dass Ferdinand nicht schwul ist und wirft ihm vor, dass sie ihm die intimsten Dinge, wie einer besten Freundin, erzählt hat und er sie nur ausgenutzt habe. Tonis Stimmung ist am Nullpunkt und er verfällt in Lethargie. An seinem Buch arbeitet er keinen Buchstaben weiter. Ferdinand entdeckt das Buch auf dem Computer, ändert es hier und da, und schreibt es mit dem Erlebten fertig. Toni entdeckt etwas seiner Gefühle und sie fassen neuen Mut ihre Liebe zu erobern, wobei er Marina bei einer Firmenversammlung öffentlich um Verzeihung bittet und ihr einen Heiratsantrag macht. Rainer ändert eigenmächtig den Hochzeitstermin und überrascht Luise mit dem Plan ins ausgebaute Dachgeschoß seiner Eltern einzuziehen, was sie verstört. Toni entdeckt zufällig das fertige Manuskript, stellt Ferdinand zur Rede und findet es schlussendlich brauchbar. Am nächsten Tag erfährt er, dass Luise noch am selben Tag heiraten will, findet Ferdinand bei seinen Eltern und nach einer Verkehrskontrolle düsen sie mit Polizeiunterstützung zum Standesamt. Marina täuscht währenddessen dort einen Erstickungsanfall vor und bringt die Hochzeit ins Wanken. Luise gibt Rainer den Laufpass und sie treffen alle im Standesamt unverheiratet zusammen. Zum Schluss ist man wieder auf der Buchpräsentation wo Toni vorliest: "Letztlich haben wir beide voneinander profitiert. Ich habe ihn, soweit es ging, zum Mann gemacht und er hat die bislang ungeahnten weichen Seiten in mir ans Licht gebracht. Wie dem auch sei, wir haben es geschafft unsere Schnecken an uns zu binden und werden unsere Eroberungen wohl, so wie es aussieht, in den gefährlichen Hafen der Ehe schauckeln." Entstehung, InfosKritikenWeblinksVerwandte ThemenIndex: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Andersrum" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren über folgende Adresse verfügbar: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Andersrum&action=history
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