Adolf Koch

Adolf Karl Hubert Koch (* 9. April 1896; gest. 2. Juli 1970) war ein deutscher Pädagoge, Sportlehrer und Mediziner. Er war der Begründer einer nach ihm benannten gymnastischen Bewegung und Vorreiter der Freikörperkultur .

Schulzeit und Militärdienst im Ersten Weltkrieg

Adolfs Vater Karl Koch, gelernter Tischler, war Feuerwehrmann. Adolf hatte eine anderthalb Jahre jüngere Schwester, die Familie war evangelisch. Aufgewachsen in Berlin-Kreuzberg, Einschulung im Jahr 1902, ab 1903 Volksschule mit Abschluss im Jahr 1911. Nach Beendigung der Volksschule trat Koch in die Präparandenanstalt von Kyritz. Diese Lehrerausbildung brach er 1914 ab und meldete sich als Kriegsfreiwilliger. Im Kriegseinsatz sah er die Chance, den Zwängen und der strengen Ordnung der internatsähnlichen Anstalt zu entkommen. Koch wurde als Sanitätssoldat (Pfleger) eingesetzt, für seine Dienste wurde er gut beurteilt und mit einer recht hohen Auszeichnung dekoriert.

Ausbildung zum Lehrer, Studium der Pädagogik und Medizin

Nach Kriegsende kehrte er nach Berlin zurück und nahm im Frühjahr 1919 die Lehrerausbildung wieder auf, die er im Herbst 1920 mit dem ersten Staatsexamen abschloss. Neben dieser Ausbildung zum Volksschullehrer begann er ein Studium der Pädagogik und Medizin an der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität , der heutigen Humboldt-Universität. Schwerpunkt seines Studiums war das Thema »Hygiene«, er belegte zudem u.a. Vorlesungen über die "Physiologie der Frau " beim Professor Fritz Albert Lipmann (Nobelpreis 1953), der bis 1931 in Berlin lehrte und auf die Koch bei späteren Vorträgen immer wieder zurückkam.

Bis 1919 hatte Koch mit der Freikörperkultur noch keinen Kontakt. Erst mit dem Thema Hygiene fing er an, sich auch für den Naturismus zu interessieren. Er las FKK-Magazine wie Die Schönheit und besuchte Cabarets mit Nackttanz. Hier war Koch besonders von der Ausdrucksstärke und Eleganz des Tänzers Della de Waal fasziniert.

Direkt nach seiner Lehrerausbildung (September 1920) ging Adolf Koch in den Schuldienst und wurde Klassenlehrer der 4. Mädchenklasse einer Volksschule in Berlin-Kreuzberg. Er versuchte, seine reformerischen Vorstellungen von einer "neuen Erziehung" zu verwirklichen. Dazu gehörte, das Verhältnis von Geist und Körper auf eine neue Grundlage zu stellen. Der Sportunterricht wurde seiner Meinung nach vernachlässigt, indem er sich auf monotone Turnübungen beschränkte. Koch förderte aus gesundheitlichen Gründen die damals noch nicht selbstverständliche tägliche Körperreinigung und Zahnhygiene.

Entwicklung der Koch-Gymnastik

Erste Anwendung seiner Methode

Gründung des Instituts für Freikörperkultur

Verbot durch den Nationalsozialismus

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Programmatischer Hintergrund

Literatur von und über Adolf Koch

Weblinks

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